Christian Lamping

Interview mit unserem Fraktionsvorsitzenden Christian Lamping

Frage: Hallo Herr Lamping, in Ihrem Wahlprospekt schreiben Sie, dass Ihnen die Rosbacher Vereine besonders wichtig sind. Wie meinen Sie das?

Hallo, wissen Sie, als Ortsvorsteher hat man einen sehr direkten Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern. Dazu gehört natürlich auch ein intensiver Austausch mit den vielen Vereinen, deren Feste einen ganz wichtigen Bestandteil unserer Ober-Rosbacher „Identität“ ausmachen. Da wären z. B. der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr mit dem 1. Mai auf der Kapersburg sowie die Hasenspringer, die LollyPops und der FC Ober-Rosbach, die zusammen das Altstadtfest veranstalten. Oder nehmen Sie den Obst- und Gartenbauverein mit dem Apfelfest oder wieder den FCO mit dem `Vatertag auf der Kapersburg´ und dem traditionellen Herbstfest.

All diese Feste sind nämlich keine Selbstverständlichkeiten, sondern kommen nur deshalb zustande, weil sich die Vereinsmitglieder teilweise bis zum „Umfallen“ einbringen. Da ich mich hier auch immer wieder persönlich engagiere, ist das der eigentlich entscheidende Faktor: Die Vereine müssen aus dem Ortsbeirat und der Verwaltung eine breite Unterstützung bekommen, um ihre Mitglieder immer wieder neu zu diesem starken Einsatz zu motivieren. Denn sonst besteht die Gefahr, dass es diese Feste bald nicht mehr geben wird.

Frage: Können Sie da noch mehr ins Detail gehen?

Nehmen wir z. B. die Hasenspringer. Die Prunksitzungen des Karnevalvereins sind immer ein absolutes Highlight. Spitzenleistungen im artistischen Bereich, wunderschöne Kostüme und tolle Showtänze werden einem hier geboten. Besonders bemerkenswert ist für mich, dass hier nur Eigengewächse des Vereins auf die Bühne kommen und keine teuren `Stargäste´ eigekauft werden. Nur wenige wissen aber, dass die Hasenspringer dringend auf die Einnahmen aus dem Altstadtfest angewiesen sind, um eine vernünftige Kampagne organisieren zu können. Wenn also das Altstadtfest wegen Covid-19 abgesagt werden muss, kann der Verein das vielleicht einmal verkraften, dauerhaft aber wäre das ein großes Problem …

Frage: Ein ganz anderes Thema – Sie kandidieren ja auch für den Kreistag, sind Sie in Rosbach nicht ausgelastet?

Manche sagen ja, ich bin mit der Politik verheiratet (lacht), aber im Ernst: Ich bin zwar zeitlich schon genug eingespannt, die Kreisebene ist aber zu wichtig für Rosbach und Rodheim. Nicht nur die Kreis- und Schulumlage werden auf dieser Ebene festgelegt, es finden auch viele weitere wichtige Weichenstellungen statt: So z. B. die Eisenbahnstrecke Friedberg – Friedrichsdorf betreffend. Beim `Stockheimer Lieschen´ zwischen Bad Vilbel und Glauburg-Stockheim oder bei der Taunusbahn zwischen Friedrichsdorf und Grävenwiesbach wird es bald zu einer Elektrifizierung kommen. So etwas würde ich mir auch für unsere Bahn wünschen, denn sie stellt immerhin die Verbindung zwischen den beiden Kreisstädten Bad Homburg und Friedberg dar.
Es ist ja schön, dass wir bald eine Taktverdichtung bekommen werden. Wirklich weiterkommen werden wir aber nur mit einer Elektrifizierung und durchgehenden Zügen nach Frankfurt, um das Problem der Anschlussverluste in Friedrichsdorf zu verhindern.

Frage: Mir ist aufgefallen, dass Sie einen stark inhaltlich fixierten Wahlkampf machen …

Na ja, wir sind zwar „mit Abstand die besten für Rosbach“ (grinst), aber wir sagen den Leuten natürlich auch, warum wir das denken. Für uns sind die Sanierung des Rodheimer Schwimmbads und des Alten Rathauses in Ober-Rosbach die wichtigsten Punkte in der Rosbacher Kommunalpolitik in den kommenden Jahren. Von daher haben wir im Fall des Schwimmbads mit unserem Antrag in der Stadtverordnetenversammlung, eine Landesbezuschussung zu beantragen, die zentralen Pflöcke eingeschlagen und im Fall des Alten Rathauses werden wir genauso handeln.
Kommunalpolitik ist also nicht nur ein Selbstzweck für uns, wir wollen auch wirklich eine gute Kommunalpolitik machen!

Vielen Dank für das Gespräch!

Aber immer wieder gern!