FWG stellt Rodheimer Ortsbeiratskandidaten vor

Die FWG-Kandidaten vor dem Rodheimer Schwimmbad: Walter Soff, Ernst Gruner, Ortsvorsteher Rainer Schaub mit Hund Cosmo und Johanna Gruner (von links)

`Bürgermeister´ Rainer Schaub als Spitzenkandidat – Sanierung des Freibads zügig angehen und vollenden.

Die Freien Wähler haben ihre Kandidaten für den Rodheimer Ortsbeirat präsentiert: Spitzenkandidat ist der 72jährige Ortsvorsteher und `Bürgermeister´ Rainer Schaub. Schaub, der beruflich als Bankkaufmann tätig war, steht mittlerweile in seiner dritten Amtszeit als Vorsitzender des Rodheimer Ortsbeirats. Der Ortsvorsteher, der regelmäßige Bürgersprechstunden im alten Rathaus abhält, ist für viele Rodheimer zu ihrem `Bürgermeister´ geworden. Schaub, Gründungsmitglied der Helfer-Intitative Rodheim und des Schwimmbad-Fördervereins `Rettungsschwimmer´, singt in zwei Chören und ist als Schiedsrichter auf dem Fußballfeld sowie als Sicherheitsberater für Senioren tätig. Er betont seine Rolle als “Kümmerer” für die Interessen der Dorfgemeinschaft mit einem sehr direkten Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern und einem intensiven Austausch mit den Rodheimer Vereinen. Als eine seiner Lieblingsaufgaben bezeichnet Schaub seine langjährige Tätigkeit als Nikolaus auf dem Weihnachtsmarkt, in den Rodheimer Kindergärten und den Grundschulklassen der Erich-Kästner-Schule.

Politische Ziele des Ortsvorstehers sind weitere Verbesserungen auf der Bahnstrecke zwischen Friedrichsdorf und Friedberg, die Stärkung und Unterstützung des Ehrenamtes und des Kulturangebotes, eine bessere Vernetzung der Vereine untereinander, die Schaffung von Mehrgenerationenprojekten und Begegnungsstätten für jung und alt, das Anlegen und Fördern von Blühflächen im öffentlichen und privaten Raum sowie die Aufstellung von weiteren Ruhebänken in der Gemarkung.

Platz 2 der FWG-Liste markiert der 63jährige selbstständige EMSR-Techniker Ernst Gruner. Das langjährige Mitglied der SG Rodheim gehört jetzt seit fünf Jahren dem Ortsbeirat an und hat sich auch ehrenamtlich stark bei der SG engagiert. So wurde er 1983 als Beisitzer in den Vorstand gewählt und hat 1993 das Amt des Schatzmeisters übernommen, das er bis 2013 inne hatte. Gruner hat sich auch an vielen Aktionen und Veranstaltungen aktiv und organisatorisch beteiligt, so z.B. den Maskenbällen, dem Heringsessen, der Realisierung mehrerer Maislabyrinthe, der Feier zum 1200jährigen Jubiläum Rodheims, diversen Theateraufführungen und auch bei den Planungen des Sportzentrums.

Seine Ziele sind eine ehrliche, offene und bürgernahe Politik, ein sozialer Wohnungsbau mit kostengünstigen Mieten für sozial schwache Mitbürger, der Erhalt und die Sanierung städtischer Liegenschaften sowie der Erhalt ortsbildprägender Gebäude, auch wenn diese sich im privaten Besitz befinden. Er möchte Neubau- und Gewerbegebiet mit Augenmaß weiterentwickeln und bestehende Baulücken schließen und der jeweiligen Nachbarbebauung anpassen.

Der ehemalige Feuerwehrbeamte Walter Soff (68) ist der nächste Bewerber der Freien Wähler. Der langjährige Vorsitzende, Stadtverordnete und Ausschussvorsitzende der Freien Wähler in Rosbach und Rodheim will die Natur und die Lebensgrundlagen bewahren und erhalten. Soff, der die Natur als seine Leidenschaft bezeichnet, ist im Obst- und Gartenbauverein Rodheim engagiert und hat bis ins vergangene Jahr das landwirtschaftliche Anwesen seiner Eltern als Ackerbauhof mit Streuobstwiesen im Nebenerwerb betrieben.

In Zukunft will der FWG-Vorsitzende die innerstädtische Entwicklung aktiv vorantreiben. Eine Verödung bestehender bebauter Gebiete will er auf jeden Fall verhindern und Neubaugebiete immer im Blick der Landschaftserhaltung nur sehr behutsam weiterentwickeln.

Auf Platz 4 der Liste folgt die 23jährige Johanna Gruner, die als Steuerfachangestellte in Frankfurt tätig ist. Seit einigen Jahren ist sie bei den „Närrischen Weibern“ als Schatzmeisterin im Vorstand aktiv. Sie leistet gerne ehrenamtliche Arbeit, weil sie so einen guten Ausgleich zu ihrem stressigen Alltag schaffen kann. Auch das Organisieren von Festen und Veranstaltungen macht ihr viel Spaß.

Zukünftig möchte sie sich für die Vereine und das Ehrenamt einsetzen. Ehrenamtlich engagierte Bürger müssen ihrer Meinung nach gestärkt werden und ehrenamtliche und gemeinnützige Tätigkeit müssen mehr gesellschaftliche Wertschätzung erfahren. Außerdem will sie sich auch gerne für die Jugend in Rodheim stark machen. Sie möchte jungen Menschen ein Umfeld schaffen, in dem sie sich zu selbstbewussten und selbstständigen Bürgern entwickeln können.

Allen FWG-Kandidaten gemeinsam ist die Forderung nach einem zügigen Beginn und einer schnellen Umsetzung der Sanierung des Rodheimer Freibads. Deshalb sei der seitens des Bürgermeisters und Kämmerers vorgelegte Haushalt sehr zu begrüßen, der im Investitionsprogramm für das Jahr 2022 eine Million € für das Projekt einplant. Ortsvorsteher Rainer Schaub betont in diesem Zusammenhang, dass vor allem eine zügige Realisierung der Maßnahme wichtig ist, denn so könne die Sanierung bei dem Verlust nur einer Badesaison angegangen werden.

Die Freien Wähler weisen außerdem darauf hin, dass die ins Auge gefasste Sanierung des Schwimmbeckens in Form einer Edelstahlvariante nur durch das beharrliche Insistieren des Rodheimer Ortsbeirats und des Fördervereins Rettungsschwimmer zustande gekommen sei, dies erscheine zwar zunächst teurer, diese Variante sei aber deutlich langlebiger und damit insgesamt sinnvoller.

Folgerichtig sieht die FWG in den konkreten Sanierungsschritten und der zukünftigen Gestaltung des Schwimmbads einen Ihrer Hauptschwerpunkte für die Ortsbeiratsarbeit der kommenden Jahre.

FWG stellt Ober-Rosbacher Ortsbeiratskandidaten vor

Ortsvorsteher Christian Lamping führt Liste an – zügige Sanierung des Alten Rathauses nötig

(Rosbach.-) Die Freien Wähler haben ihre Kandidaten für den Ober-Rosbacher Ortsbeirat vorgestellt: Angeführt wird die Liste vom 49jährigen Ortsvorsteher Christian Lamping. Lamping, der beruflich als Lehrer tätig ist, wurde in der laufenden Wahlperiode bereits zum vierten Mal als Ortsvorsteher gewählt. Für den Pädagogen, der `nebenbei´ auch die Fraktion der FWG in der Rosbacher Stadtverordnetenversammlung leitet, ist die Tätigkeit als Ortsbeiratsvorsitzender fast das bedeutendere Amt, ermögliche dies doch einen viel direkteren Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern. Wichtig sei für ihn auch der intensive Austausch mit den zahlreichen Vereinen, deren Feste einen zentralen Bestandteil der Ober-Rosbacher `Identität´ ausmachten. Dazu gehörten der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr mit dem 1. Mai auf der Kapersburg sowie der Karnevalverein Hasenspringer, die LollyPops der TGO und der FC Ober-Rosbach, die zusammen das Altstadtfest ausrichteten. Weiter zu nennen seien der Obst- und Gartenbauverein mit dem Apfelfest und wiederum der FCO mit dem `Vatertag auf der Kapersburg´ und dem traditionellen Herbstfest des Vereins.

All diese Feste seien keine Selbstverständlichkeiten, sondern kämen nur zustande, weil sich die Vereinsmitglieder teilweise bis zum „Umfallen“ engagierten. Für Lamping, der sich dabei auch immer wieder persönlich einbringt, ist dies der entscheidende Punkt: Die Vereine müssen sich der Unterstützung aus dem Ortsbeirat und der Verwaltung sicher sein können, um ihre Mitglieder immer wieder neu zu diesem starken Engagement motivieren zu können.

Auf Platz 2 der FWG-Liste folgt der 58jährige Diplom-Ingenieur Gerald Harff. Der passionierte Radfahrer engagiert sich als Sprecher des Arbeitskreises radgerechtes Rosbach und setzt sich für eine bessere Anbindung und Taktung des öffentlichen Personennahverkehrs ein. Ein zentrales Element für ihn ist die bessere Verzahnung des ruhenden und fließenden Verkehrs. Dazu kommt seine Forderung nach einer attraktiveren Gestaltung des öffentlichen Raums, so dass eine bessere Aufenthaltsqualität erreicht werden kann. Wichtig für Harff ist auch der Erhalt der Streuobstwiesen, er setzt hier auf neue Konzepte, um eine Stärkung dieser Nutzungsform zu erreichen. Transparenz, Bürgernähe und soziale Verantwortung sind seine Schlagworte.

Der Diplom-Verwaltungswirt Gerd Merkel (58) ist der nächste Bewerber der Freien Wähler. Der Leiter der Arbeitsvermittlung im Jobcenter des Hochtaunuskreises will das Vereinsleben und die ehrenamtliche Arbeit stärken und betont deren Bedeutung für ein harmonisches Zusammenleben in der Stadt. Vielen Rosbachern ist Merkel als langjähriger Protokoller in den Prunksitzungen der Hasenspringer bekannt.

Platz 4 der Liste nimmt der achtzigjährige Frank Lompa ein, der sich lange Jahre im Vorstand des Heimat- und Geschichtsvereins eingebracht hat und noch immer bei der Erstellung der Rosbacher Geschichtsblätter mitwirkt. Daneben verwaltet er als Schatzmeister die Finanzen der Rosbacher FWG.

Allen Bewerbern gemeinsam ist die Forderung nach einer schnellen Sanierung des historischen Alten Rathauses von Ober-Rosbach. Insofern begrüßten die Freien Wähler den jetzt seitens des Bürgermeisters vorgelegten Haushalt, der im Investitionsprogramm für die Jahre 2022 bis 24 insgesamt 2,5 Mio. € (2022 – 200.000€, 2023 – 1,7 Mio. € und 2024 noch einmal 600.000€) an Ausgaben vorsieht.

FWG fördert Schwimmbadsanierung

Ortsvorsteher Rainer Schaub, FWG-Vorsitzender Walter Soff, FWG-Fraktionschef Christian Lamping, Rettungsschwimmer-Vorsitzender Wolfgang Brück und Schatzmeister Werner Dittrich bei der Scheckübergabe vor dem Rosbacher Schwimmbad (von links)

1000€-Spende für den Förderverein Rettungsschwimmer

Zur Übergabe eines Spenden-Schecks in Höhe von 1000€ besuchte jetzt die Führungsspitze der Rosbacher und Rodheimer Freien Wähler das Rodheimer Schwimmbad. FWG-Vorsitzender Walter Soff, Rodheims Ortsvorsteher Rainer Schaub und Fraktionschef Christian Lamping trafen dort auf den Vorsitzenden des Fördervereins Wolfgang Brück und den Vereinsschatzmeister Werner Dittrich.

Der Verein hat sich eine möglichst große finanzielle Beteiligung an der anstehenden Sanierung des Freibades auf die Fahnen geschrieben. Vor allem will man den Bau der geplanten neuen Wasserrutsche und eine Abdeckung für das Becken nach der erfolgten Sanierung finanzieren. Für Christian Lamping, den Fraktionsvorsitzenden der Freien Wähler in der Rosbacher Stadtverordnetenversammlung, ist die Spende bei dem Förderverein genau richtig aufgehoben, schließlich hätten die Rettungsschwimmer schon in den letzten Jahren immer wieder unter Beweis gestellt, wie wichtig die angestrebte Sanierung auch für den Verein sei. Die FWG-Fraktionsmitglieder wollen dem Verein daher einen Teil ihrer letztjährigen Aufwandsentschädigungen zukommen lassen und damit die „gewaltige Aufbauleistung“ der letzten Jahre anerkennen.

Der jetzt sechs Jahre alte Verein hat mittlerweile an die 350 Mitglieder gewonnen und um den Vorsitzenden Wolfgang Brück ist ein motivierter und schlagkräftiger Vorstand entstanden, der in der Vergangenheit schon zahlreiche Aktionen auf die Beine gestellt habe.

Die FWG-Vertreter zeigten sich begeistert über die Vielzahl der bereits umgesetzten Ideen.

Lamping wörtlich: „Die FWG hat den Erhalt des Rodheimer Freibades immer als eines ihrer Hauptanliegen gesehen. Wir sind sehr glücklich, dass die Rettungsschwimmer eine so tolle Aktivität entwickelt haben. Sie werden in der Lage sein, die angestrebten Ziele der Wasserrutschenfinanzierung und der Beckenabdeckung auch zu erreichen. Wir glauben, dass unsere Spende hier besonders gut aufgehoben ist.“

Natürlich würden sich die Rettungsschwimmer auch über weitere direkte Spenden (IBAN DE03 5139 0000 0033 3039 04 bei der Volksbank Mittelhessen) oder neue Mitglieder sehr freuen, nähere Infos gibt es unter https://www.fv-rettungsschwimmer.de/seite/415689/unterstützmöglichkeiten.html.

Mit Abstand die Besten für Rosbach und Rodheim

Mitglieder an der Aufstellungsversammlung der FWG Rosbach/Rodheim

FWG stellt Liste für Stadtverordnetenversammlung auf!

Rosbachs Freie Wähler haben ihre Liste für das Stadtparlament aufgestellt. Unter dem Motto „Mit Abstand die Besten für Rosbach und Rodheim“ hätten sich vierzehn Personen zusammengefunden, die die Kommune in den nächsten fünf Jahren weiter voranbringen wollten, so Vereinsvorsitzender Walter Soff und Fraktionschef Christian Lamping in einer Pressemitteilung.

Spitzenkandidat ist Christian Lamping aus Ober-Rosbach. Der 49jährige Lehrer führt die FWG-Fraktion seit zehn Jahren und leitet außerdem den heimischen Ortsbeirat. Danach kommen der Vorsitzende und Ausschussvorsitzende Walter Soff (Rodheim, 68, Feuerwehrbeamter im Ruhestand) sowie der fünfzigjährige Stadtrat und Wirtschaftsinformatiker Matthias Kopp aus Nieder-Rosbach. Auf Platz vier tritt Rodheims `Bürgermeister´ Rainer Schaub an, der ehemalige Bankkaufmann (72) ist bereits seit 15 Jahren Ortsvorsteher. Auf den Plätzen fünf bis elf kandidiert mit dem 73jährigen Landwirt Gerhard Metzger (Nieder-Rosbach), der Tierärztin Beate Karschny (57, Rodheim), dem Diplom-Ingenieur Gerald Harff (58, Ober-Rosbach), dem ESMR-Techniker Ernst Gruner (63, Rodheim), dem Diplom-Verwaltungswirt Gerd Merkel (58, Ober-Rosbach), der Steuerfachangestellten Johanna Gruner (23, Rodheim) und dem 41jährigen Fachinformatiker Heiko Blecher aus Nieder-Rosbach eine „gute Mischung“ aus `alten Hasen´ und neuen Gesichtern, die im Lauf der letzten Jahre zu den Freien Wählern gestoßen seien und sich gerne auch in die Arbeit der Stadtverordnetenversammlung miteinbringen würden.

Fraktionsvorsitzender Christian Lamping betont, dass mit der 23jährigen Johanna Gruner, Iris Hübner (50, Bürokauffrau aus Nieder-Rosbach, Listenplatz 13) und Heiko Blecher eine deutliche Verjüngung der FWG-Liste stattgefunden habe, bei Heiko Blecher komme ein außerordentliches Engagement im Bereich der Freiwilligen Feuerwehr sowie des Umwelt- und Naturschutzes dazu. Auf den weiteren Plätzen folgen Eduard Paduch und Harald Willitsch.

„Ziel der Freien Wähler ist der weitere Ausbau unserer Position als drittstärkste politische Gruppierung der Stadt“, so Fraktionschef Lamping. Man wolle das weiterhin durch eine bürgernahe und auf die Zukunft Rosbachs und Rodheims ausgerichtete unabhängige Politik umsetzen. Lamping wörtlich: „Wir sind kein `Steffen Maar´-Fan-Club, aber die durchdachte und umsichtige Politik Bürgermeister Maars lag meistens auf unserer Linie.“ Lediglich bei der Straßenbeitragssatzung liege man etwas auseinander, da mit den jetzigen Sätzen die Straßenbauprogramme zu einem `Generationenprojekt´ werden würden, wobei in Ober-Rosbach und Rodheim enorme Zeiträume vergingen, bis alle Sanierungsmaßnahmen umgesetzt seien.

Für die Zukunft beschreibt der Fraktionsvorsitzende eine zügige Sanierung des Rodheimer Freibads und des Alten Rathauses in Ober-Rosbach als die zentralen Themen der Freien Wähler. Im Fall des Freibads hätte die FWG mit ihrem Antrag auf Aufnahme in das Landesförderprogramm SWIM im Herbst 2018 die entscheidende `Initialzündung´ dafür geliefert.

Das Fazit der Mitgliederversammlung: Die Freien Wähler hätten „mit Abstand“ die besten Kandidaten, um die beste Politik für Rosbach und Rodheim umzusetzen.

Freie Wähler bestätigen Vorstand und kündigen deutlich verjüngte Kommunalwahllisten an

Ziehen am gleichen Strang: Vorstandsvorsitzender Walter Soff, Fraktionschef Christian Lamping und Schriftführer Matthias Kopp.

Walter Soff bleibt Vorsitzender der FWG Rosbach/Rodheim. Einstimmig bestätigt wurde Soff auf der kürzlich stattgefunden Jahreshauptversammlung. Soff, der auch den Umwelt- und Planungsausschuss der Stadtverordnetenversammlung leitet, dankte den erschienen Mitgliedern für das Vertrauen und kündigte einen spritzigen und dynamischen Kommunalwahlkampf an.

Ebenfalls wiedergewählt wurde Matthias Kopp als Schriftführer. Kopp, der die Freien Wähler als Stadtrat im Rosbacher Magistrat vertritt, stellte die ersten Ideen des Vorstands für die Kommunalwahl vor.

Fraktionsvorsitzender Christian Lamping berichtete über die Arbeit der FWG-Stadtverordnetenfraktion in den letzten Jahren und legte den Schwerpunkt seiner Ausführungen auf die angestrebte Sanierung des Rodheimer Freibads. Die Freien Wähler hätten mit ihrem Antrag auf Aufnahme in das Förderprogramm SWIM des Landes im Herbst 2018 die entscheidende Weichenstellung dafür geliefert.

In seinem Ausblick auf die in der Zukunft anstehenden Aufgaben konzentrierte sich Lamping auf eine weitere Sanierungsmaßnahme: Für die FWG habe das Alte Rathaus in Ober-Rosbach eine hohe Priorität. Der Fraktionschef betonte, dass diese von vielen Bürgerinnen und Bürgern als sinnvoll empfundene Maßnahme nicht irgendwelchen „Corona-Sparmaßnahmen“ zum Opfer fallen dürfe. Die Freien Wähler würden bei den anstehenden Haushaltsberatungen ein wachsames Auge auf dieses wichtige Projekt haben.

Darüber hinaus kündigte der Fraktionschef für die anstehende Aufstellungsversammlung zur Kommunalwahl Vorschläge mit deutlich verjüngten Kandidatenlisten für die Stadtverordnetenversammlung und die Ortsbeiräte an, Lamping wörtlich: „Die Rosbacher und Rodheimer dürfen sich auf eine gute Mischung aus jungen und unverbrauchten neuen Kandidaten und erfahrenen alten Hasen freuen“.

Gelungenes Zeitzeugengespräch mit Dr. Leon Weintraub

Dr. Leon Weintraub

Am Mittwoch, dem 09. September 2020 um 19.00 Uhr fand in der Adolf-Reichwein-Halle in Rosbach v.d. Höhe ein Zeitzeugengespräch statt: Der 94-jährige Dr. Leon Weintraub, der heute in Stockholm lebt, hat es sich zum Ziel gesetzt, der Welt zu berichten, zu welchen Gräueltaten Menschen fähig sind, was er und seine Familie im Holocaust erleben und erleiden mussten.

Zu Beginn der Veranstaltung wurde Dr. Weintraub von Stadtrat Herbert See, der den erkrankten Bürgermeister an diesem Abend vertrat, sowie von Herrn Christian Lamping, Ortsvorsteher von Ober-Rosbach, der diesen Abend gemeinsam mit der Kulturabteilung organisiert hatte, ganz herzlich begrüßt. In seiner Begrüßungsrede erklärte der Stadtrat: „Sie, Herr Dr. Weintraub, haben Ihren Vortrag unter das Motto „Ich bin ein Sieger“ gestellt. Ich wünsche mir, dass Menschlichkeit, Toleranz und der europäische Gedanke siegen werden. Nur in einem gemeinsamen Europa werden wir die augenblickliche Krise und den Nationalismus überwinden können. Machen wir uns alle gemeinsam stark dafür!“

Leon Weintraub wurde 1926 in Lodz geboren und musste viele Jahre unter menschenunwürdigen Verhältnissen im Ghetto Litzmannstadt sowie in mehreren Konzentrationslagern leben und Zwangsarbeit leisten. Im August 1944 wurde er mit seiner Familie nach Auschwitz-Birkenau deportiert.
Ganz sachlich erzählte Dr. Weintraub am Mittwochabend ohne Manuskript von seinen damaligen Erlebnissen und beschrieb Dinge, die wir uns in der heutigen Zeit nicht einmal vorzustellen vermögen. So manche Träne rollte, als er beschrieb, wie er den Einmarsch der deutschen Truppen in seiner Heimatstadt erlebte, wie die Selektion der Lagerinsassen in Auschwitz-Birkenau von statten ging oder auch was wirklicher Hunger für ihn bedeutet: „Ihr denkt vielleicht, ihr habt Hunger, wenn ihr mal nach einem langen Tag ohne Zeit für eine Mittagspause nach Hause kommt. Wir konnten uns fünf Jahre und acht Monate nicht satt essen. Der Hunger war allgegenwärtig. Für acht Leute gab es einen Laib Brot, Suppe und Kohlrüben. Wir wurden wie Vieh behandelt. Es war oft kaum zu ertragen.“

Zum Ende seines Vortrags erklärt er, dass er sich für das Leben entschieden hat und deshalb Arzt und Geburtshelfer geworden ist: “Wenn Sie einen Kaiserschnitt machen und ich habe sehr viele Kaiserschnitte gemacht, dann sehen Sie, dass unter der Haut alle Menschen gleich sind. Wir alle werden als Menschen geboren und ich hoffe, dass ihr Menschen bleibt.“

Seine Botschaft ist klar: „Die Erinnerung an das Geschehene lebendig zu halten, ist eine Art Gewähr dafür, dass so etwas nie wieder vorkommt. Das Schlimmste ist das Vergessen.“

Das Video zu diesem Abend kann auf dem Youtube-Kanal der Stadt Rosbach v.d.H. eingesehen werden.

https://youtu.be/K434s6l8ILU