Vereinsfeste müssen erhalten bleiben

Rosbachs Freie Wähler fordern in einer Pressemitteilung eine stärkere Unterstützung der Rosbacher Vereine bei ihren Festen. Zahlreiche Vereinsvertreter seien gegenüber der FWG vorstellig geworden und hätten moniert, dass man sich seitens der Stadt eher `gegängelt´ als unterstützt fühle.

Christian Lamping, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler berichtet von vielen Gespächen, die den Eindruck vermittelten, dass es der Verwaltung fast lieber zu sein scheine, dass die Feste nicht stattfinden würden, als dass man selbst etwas dafür tun müsse. Lamping, der auch Ober-Rosbacher Ortsvorsteher ist, hat bei den meisten seiner Gesprächspartner den Eindruck, dass diese kurz vor dem Resignieren seien und spricht von einer „fatalen Entwicklung“.

„Die Stadt muss hier konsequent umsteuern und das Ruder `herumreißen´, sonst braucht man sich nicht zu wundern, wenn es in einigen Jahren keine Feste mehr gibt“, so der Fraktionschef wörtlich. Gefährdet sei hier insbesondere das Nieder-Rosbacher Burgfest, da sich mit den Landfrauen in diesem Jahr ein weiterer Verein aus der Organisation dieses Traditionsfests verabschiedet hat.

Die FWG hat deshalb einen Antrag für die kommende Stadtverordnetenversammlung am Dienstag vorbereitet, der in einem ersten Schritt die Einrichtung eines `runden Tisches´ für die festausrichtenden Vereine fordert, um besser auf die Sorgen und Nöte der Organisatoren eingehen zu können. Dort könne dann auch im Zusammenwirken mit den Vereinen aufgearbeitet werden, welche Schwierigkeiten bestünden und wie diesen am besten abgeholfen werden könne.

Vom Rathaus zum Lerchensteiner Hof

Radeln mit der FWG, hieß es am vergangenen Sonntag für 17 Teilnehmer, die gemeinsam  die Radwege in und um Rosbach erkundeten. Los ging es am Rathaus Ober-Rosbach, über den Markplatz mit seinem alten sanierungsbedürftigen Rathaus in Richtung Brunnenmühle. Hier wurde deutlich in welchem Zustand sich manche Radwege befinden. Gerade noch über intakten Asphalt und abgenutzte Betonwege geradelt, geht ein kurzes Stück über Kopfsteinpflaster, welches durch seinen sehr bescheidenen Zustand nicht nur vom Fahrer, sondern auch vom Fahrrad einiges abverlangt. Da es im weiteren Verlauf mehrere Wege in ähnlichem Zustand gab, erkannte man im Laufe der Tour entsprechenden Handlungsbedarf. Weiter geradelt wurde zur Wasserburg, einem weiteren alten Ortszentrum, deren Gestaltung und Nutzung im Rahmen der Stadtentwicklung als wichtiges Thema herausgearbeitet wurde. Durch Nieder-Rosbach, am Bahnhof vorbei, über die verlängerte Ottostraße, wurden wir am Rand der verfüllten Sandgrube mit einer tollen Aussicht tief in die Wetterau belohnt. Die Harb und den Beinhardswald in Richtung Rodheim hinter uns gelassen ist wohl jedem die nagelneue Brücke über den Lohgraben aufgefallen, die eigens für Radfahrer mit erhöhten und sehr stabilen Geländer errichtet wurde. Nach einer kurzen Erfrischung am Rodheimer Marktplatz, für den ebenfalls Anregungen zur Belebung gesucht werden, radelten die Teilnehmer zur alten Heerstraße, westlich der Rodheimer Sportallee, deren Verlängerung in Richtung Nieder-Rosbach nach dem Wunsch des Arbeitskreises Radgerechtes Rosbach (AKRR) sowie auch einiger Rodheimer Landwirte ausgebaut werden sollte. Am Ziel angekommen erläuterten die Initiatoren Gerald Harff (Sprecher des AKRR) und Stadtrat Matthias Kopp (beide FWG) nochmals die Wichtigkeit des Radwegeausbaus . Bei leckeren Grillsteaks und Salaten vom Lerchensteiner Hof standen auch die Anwesenden Bürgermeisterkandidaten Christoph Käding und Steffen Maar für interessante Gespräche zur Verfügung. Gut gestärkt traten die Teilnehmer gegen 15:00 Uhr die Heimreise an.